Varroabehandlung muss sein

von Bettina Mallin (Kommentare: 0)

Die andere Seite der Imkerei

Den Bienen stinkt's.

Seit in den 70er Jahren die Varroamilbe nach Deutschland eingeschleppt wurde, ist imkern nicht nur "Bienenvolk aufpäppeln, Schwärme fangen, Honig ernten". Die Milbe, stammt ursprünglich aus Asien. Die asiatische Honigbiene kann sich gegen die Milbe wehren, bei der europäischen Biene sieht das hingegen ganz anders aus. Die Milbe überträgt Krankheiten, saugt an den Bienenpuppen und schädigt diese. In jedem Bienenvolk gibt es die Varroamilbe und nur wer sich als Imker um seine Bienen kümmert, wird auch mit der Milbe gesunde Völker haben.  Gleich vorweg: Wir verwenden nur natürliche Behandlungsmittel, die nur nach der Honigernte eingesetzt werden.

Die erste Behandlung der Völker erfolgt mit Ameisensäure, die im Bienenvolk verdunstet. Zunächst führen wir eine Kurzzeitbehandlung durch (4 Tage), später dann noch eine Langzeitbehandlung. Ameisensäure stinkt und bei den heißen Temperaturen fliehen die Bienen nach draußen. Was will man machen, der Wetterbericht stimmt nicht immer und die angekündigten Temperaturen von weniger als 35° kamen nicht.

 

Der Verdunster wird entnommen.

Der Verdunster wird entnommen und trotz dass es immer noch nach Ameisensäure stinkt, sitzen die Bienen auf dem Verdunsterteil und auf dem Lappen. Am Anfang unseres Imkerlebens haben wir alle Milben gezählt, die heruntergefallen sind. Die Prüfung, wie viele Milben sich ca. im Volk befinden, machen wir direkt nach der letzten Honigernte. Bei unseren Ablegern aus der AGT-Belegstelle sind wenige Milben "gefallen". Bei starken Wirtschaftsvölkern liegen da schon mehr auf dem Schieber, welchen man während der Behandlung in den Magazinboden schiebt.

 

Jeder, der sich mit der Imkerei beschäftigen möchte, muss sich auch und von Jahr zu Jahr mehr, mit der Bekämpfung der Milbe beschäftigen. Die Bienen brauchen uns zum überleben. Nicht nur, weil immer weniger blüht.

3 Milben auf dem Schieber

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