In Windeseile auf Hochtouren...

von Wolfgang Mallin (Kommentare: 0)

Frühling lässt sein blaues Band...

Die ersten Blüten sind da und es ist wie ein aufatmen. Endlich kommt die Farbe zurück und man spürt die wärmende Energie der Sonne auf der Haut. Doch ehe man sich versieht, ist man rasend schnell wieder mitten drin in der neuen Imkersaison. Man organisiert den Jungvölkerverkauf und das Telefon steht nicht still mit Anfragen nach Gesundheitszeugnissen. Unglaublich, wie schnell unser Wandkalender in der Küche sich mit Terminen gefüllt hat. Da gibt es plötzlich kein freies Wochenende mehr, oft ist man Abends noch unterwegs und fast schon hat man keine Zeit, um seine eigenen Bienenvölker zu versorgen.

Salix - die Weide. Ein hervorragender Nektar- und Pollenspender

Dabei war es höchste Zeit nach den Völkern zu sehen. Die Bienen richten sich offensichtlich nicht nach der Außentemperatur, sondern maßgeblich nach der Tageslänge. Trotz der seit Wochen ungewöhnlich kalten Witterung waren große Brutnester in den Völkern und einige Völker hatten bereits Drohnenbrut angezogen. Höchste Zeit für den Baurahmen!

Auch das zweite Brutmagazin war bei einigen Völkern bereits fällig. Jetzt wird alles ganz schnell gehen, wenn in den nächsten Tagen die bereits verdeckelte Brut in den Völkern schlüpft. Dann ist ein Brutmagazin ruck-zuck brechend voll mit Bienen und wer da nicht aufpasst, dem hängt ganz schnell ein Schwarm am nächsten Baum. Ein schönes Naturerlebnis - aber mit Frühtrachthonig ist es dann vorbei, wenn ein Volk abgeschwärmt ist. Deshalb bei den stärkeren Völkern rechtzeitig das zweite Brutmagazin geben.

Gesundheitszeugnisse quasi am laufenden Band...

Unser Imkerfreund Gustav R. hat uns dieses Jahr wieder Weiden-Stecklinge geschnitten. Als pensionierter Gärtner weiß er was und wie er diese Stecklinge schneiden muss. Damit betreiben wir quasi "guerilla gardening" an geeigneten Standorten und sorgen damit für gute Nektar- und Pollenversorgung speziell im Frühjahr.

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