Die Faszination der Bienen...

Bettina Mallin
Bettina Mallin

Die Idee eigenen Honig zu ernten fand ich wirklich gut. Erstens ist er lecker, zudem gesund und durch die Haltung von Bienen hilft man die Natur im Gleichgewicht zu halten.

Doch als die ersten zwei Völker in unserem Garten standen, waren es für mich bald nicht nur kleine Insekten, die Honig produzieren und auch mal stechen. Mein erster Gang nach der Arbeit war zu schauen, ob es den Bienen „gut geht“.

Wie sie aus der Beute kommen und losstarten, Purzelbäume schlagen, wenn Sie auf dem Flugbrett landen oder mit vollen Pollenhöschen durch das Flugloch krabbeln. Und natürlich wie sie in die Blumen klettern und den Nektar herausschlecken oder völlig pollenbestäubt aus den Blüten kommen.
Und daran hat sich auch nichts geändert, obwohl der Zeitaufwand sich als größer als gedacht herausgestellt hat, die Anschaffung von Geräten finanziell nicht zu unterschätzen und platzintensiv ist.

Mir ist es auch egal, ob es dieses Jahr Tannenhonig gibt. Wenn ich heute ein 500g Glas Honig esse, weiß ich, wie fleißig die Bienen waren, um es „voll“ zu bekommen. Die Bienen haben mein Herz erobert und allen Bekannten, die wissen, dass wir Bienen halten, geht es ähnlich. Jeder schaut plötzlich die Bienen mit neuen Augen an.

Bettina Mallin

Die Faszination der Bienen...

Wolfgang Mallin
Wolfgang Mallin

Mai, der Frühling hat seinen Höhepunkt erreicht, es ist Hochsaison bei den Bienen. Bei halbwegs gutem Wetter herrscht reger Verkehr am Flugloch. Hinter der Beute hat man den Eindruck, es steht ein gewaltig großer Transformator brummend vor einem. Die Betriebsamkeit ist fühlbar und beeindruckt.

Eine gute Bienenkönigin legt nun 2000 Eier pro Tag - oder mehr! Mehrere tausend Zellen mit Brut müssen gepflegt werden. Nektar wird am Eingang der Beute von den Sammlerinnen entgegen genommen und eingelagert.
Sammlerinnen legen viele Flugkilometer zurück um an den kostenbaren Nektar und Pollen zu kommen.

Wächterinnen bewachen den Bienenstock und wehren angreifende Wespen am Flugloch ab. Heizerinnen halten die Brutzellen auf gleichmäßige Temperatur, werden von sogenannten Tankwartbienen mit Energie (Honig) versorgt, wenn sie erschöpft sind.

Ein logistisches Meisterwerk...

Vieles rund um die Biene wurde schon erforscht, aber es bleibt rätselhaft wie dieses Wunderwerk Bienenvolk so reibungslos funktionieren kann. Wer sagt der einzelnen Biene, was sie zu tun hat? Wer trifft die Entscheidung darüber, ob geschwärmt wird oder nicht? Wer gibt das Kommando zum Verdeckeln der Honigwaben, wenn der Honig reif ist?
Tausende von kleinen Lebewesen arbeiten emsig zusammen und haben nur ein einziges Ziel - der Gemeinschaft das überleben zu sichern. Es ist faszinierend.

Wolfgang Mallin