Ist es gefährlich, wenn man sich einem Bienenstock nähert?

In den letzten Jahren wurden die in Deutschland typischen Bienenrassen konsequent auf Sanftmut gezüchtet. Die Durchsicht eines Bienenvolkes erledigt der Imker heute zumeist ohne Schleier und Handschuhe. Einen Smoker (Rauchgerät) hat er aber immer dabei. Bläst man ein paar Stöße Rauch in die Bienenbeute erzeugt, das die Bienen einen Waldbrand vermuten und zur Nahrungsaufnahme in die Waben laufen. Dadurch sind die Rähmchen der Waben "bienenfrei" und können zur Kontrolle o.ä. leichter angefasst werden.

Ganz vermeiden lassen sich Bienenstiche bei der Imkerei nicht - auch Bienen haben manchmal schlechte Laune (...vor allem bei schlechter Tracht oder wenn ein Gewitter heranzieht). Von angriffslustigen Bienen die einen in größerer Zahl attackieren, kann man aber dabei nicht sprechen. Wir sind zum Glück nicht allergisch. Nur ziehmlich geschwollen ist die Stelle rund um den Stich, aber dies ist nicht schmerzhaft. Und man sagt, Bienengift ist gut gegen Rheuma...

Wer sich allerdings direkt vor das Flugloch einer Bienenbeute stellt und dann noch kräftig mit den Armen herumfuchtelt - der muss sich nicht wundern, wenn er von den Wächterbienen des Fluglochs angefolgen und umkreist wird. Wobei die Bienen auch hier zunächst versuchen den potentiellen Angreifer zu vertreiben. Fast so als ob sie wissen würden, dass sie einen Stich mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Zuletzt aktualisiert am 21. Februar 2015 von Bettina Mallin.

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